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NEUES WOHNEN COBURG

In Coburg wurde das soziale Projekt für 24 junge Erwachsene mit Handicap am Max-Böhme-Ring 13
im November 2021 fertiggestellt

RAAB errichtete ein Wohngebäude mit 24 Appartements für junge Erwachsene mit Handicap,
eine Physio-, Logo- und Ergotherapiepraxis sowie vier Mietwohnungen und investierte in ein soziales
Projekt, das viel Anerkennung und Zuspruch erfährt. Die Vermietung der 24 rollstuhlgerechten
Appartements erfolgt mit Einkommensorientierter Förderung (EOF). Die Fördermittelzusage
für den sozialen Wohnungsbau der Regierung von Oberfranken sichert den Bewohnern langfristig
die Finanzierbarkeit der Mietkosten und die Realisierung der Wohnform des
„ambulant betreuten Wohnens“. Wichtige Voraussetzung war und ist die 24 Stunden Betreuung durch
geschultes Pflegepersonal. 

Das Richtfest am 11. September 2020 war ein emotionales Ereignis, bei dem sichtbar wurde,
dass die Wünsche der zukünftigen Bewohner und ihrer Eltern Wirklichkeit geworden sind.
Die Eltern hatten den Verein "Neues Wohnen Coburg e.V. - Selbstbestimmtes Leben für Menschen
mit Handicap"
  gegründet.

Die Elterninitiative suchte nach einer Lösung für ambulant betreutes Wohnen ihrer Kinder und
Jugendlichen mit Behinderung. In den Internaten können sie ab dem 18. Lebensjahr nicht mehr wohnen. 

Gisela Raab, Geschäftsführerin der RAAB Baugesellschaft, hat gemeinsam mit der Elterninitiative
Neues Wohnen Coburg e.V. ein Vorzeigeprojekt entwickelt, mit dem nun eine langfristige
Wohnmöglichkeit für 24 geistig und körperlich eingeschränkte Menschen in vier
Wohngemeinschaften angeboten werden kann. Die eigens gegründete RAAB Vision GmbH & Co KG
(Familie Raab) wird Investor und vermietet den jungen Erwachsenen passenden Wohnraum
auch für die Zeit, in der sich die Eltern nicht mehr kümmern können. 

Die Wohngemeinschaften sind speziell für die Bedürfnisse der zukünftigen Bewohner gestaltet
worden. Es bilden immer sechs Wohnungen eine Gemeinschaft im Sinne einer ambulant betreuten
Wohngemeinschaft. Die Appartements besitzen jeweils ein eigenes rollstuhlgerechtes Bad,
einen Anschluss für eine Küchenzeile, elektrische Rollladen sowie jeweils Internet- und
Medienanschlüsse. Für die Gruppen gibt es jeweils einen Gemeinschaftsraum mit Küche und
Vorratsraum für sechs Personen und nach Bedarf erweiterbar zu einem großen Raum,
nutzbar für zwölf Personen. In den beiden Etagen wurden für die behinderten Bewohner zusätzlich
ein Pflegebad, ein Gästezimmer und eine Besuchertoilette eingerichtet. Die Bewohner leben in
barrierefreien Einzelappartements und können selbstbestimmt am Gemeinschaftsleben in den
Gemeinschaftsräumen teilnehmen. Der Wohngemeinschaft im Erdgeschoss ist eine
Terrasse und ein eigener Garten und der Wohngemeinschaft im ersten Obergeschoss
ein Balkon zugeordnet. Im Außenbereich gibt es schön gestaltete Grünanlagen mit Sitzplätzen
und ausreichend überdachte Abstellflächen für Müll, Fahrräder und Elektrorollstühle. 

Im 2. Obergeschoss eröffnete die MEDAUtherapie GmbH eine Praxis für Physio-, Logo- und
Ergotherapie. Sie beinhaltet auch einen Fitnessraum. Auch werden im
2. Obergeschoss vier kleine Wohnungen zur freien Vermietung für Angehörige oder andere
Mietinteressenten angeboten, die dem gemeinschaftliches Leben und der Sozialen Inklusion dienen.

Die Planung des Wohngebäudes übernahm das Büro Bär Kühhorn Architekten aus Nürnberg.       

EIN GESCHENK DES HIMMELS