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BAUGESCHÄFT JOHANN RAAB

gegründet im März 1898
von Maurermeister Johann Raab in Ebensfeld

Johann Raab 1869-1941

Der Firmengründer, Maurermeister Johann Raab, gründete die Firma im Jahre 1898 in der Prächtinger Straße 1 in Ebensfeld. Die geringe Bautätigkeit im ländlichen Raum in und um Ebensfeld reichte als Existenzgrundlage noch nicht aus und zwang ihn, die Landwirtschaft weiterhin zu betreiben.

Der erste Weltkrieg, sowie die darniederliegende Wirtschaft und die Inflation in den Zwanzigerjahren waren schwere Belastungen. Doch sein Fleiß und sein handwerkliches Können verschafften ihm bald einen festen Kundenstamm. Ob seines geradlinigen Wesens und gerechten Charakters war er bei Kundschaft und Mitarbeitern gleichermaßen geachtet.

Seine beiden Söhne Pankraz und Nikolaus teilten das gemeinsame Erbe. Der ältere erhielt das Baugeschäft, der jüngere die Landwirtschaft

JOHANN RAAB UND SOHN

von 1924 bis 1938
Leitung Johann und Pankraz Raab


Pankraz Raab 1903-1945
Als ältester Sohn entschied er sich schon sehr frühzeitig für den Bauberuf. Nach einer gründlichen Lehre bei seinem Vater ging er bereits als 18jähriger auf die Baufachschule nach Nürnberg und absolvierte sie 1923 als Maurermeister.

In den folgenden Jahren leitete er das Geschäft zusammen mit seinem Vater. 1936 baute er für sich, seine Frau und seine zwei Söhne das Wohnhaus Prächtinger Straße 3, das gleichzeitig als Büro diente. Auch die Lagerhalle an der Bundesstraße geht auf diese Zeit zurück. Die günstige Entwicklung, die zu einem Personalstand von 30 Bauleuten führte, wurde jäh durch den 2.Weltkrieg unterbrochen. Gleich am ersten Kriegstag wurde der Firmenchef einberufen, ebenso die meisten seiner Mitarbeiter. Die Firma wurde stillgelegt. Pankraz Raab konnte seinen geliebten Bauberuf nie mehr aufnehmen. Er fiel an der Westfront am 2. Februar 1945, also kurz vor Kriegsende.
MARIA RAAB

von 1924 bis 1938
Die Bautätigkeit ruhte während des zweiten Weltkriegs
von Dezember 1940 bis Juli 1945
Leitung bis zum Krieg: Pankraz Raab
Leitung nach dem Krieg: Maria Raab

Maria Raab 1905-1968

Maria Raab war eine geborene Hummel. Die Nachkriegsjahre unseres Unternehmens waren geprägt durch diese bemerkenswerte Frau. Sie brachte nicht nur drei Kinder über die Kriegs- und Nachkriegsjahre hinweg und ließ ihnen eine gute Ausbildung zuteil werden, sondern sie leistete auch Großartiges dadurch, dass sie als Laie den Mut aufbrachte, eine stillgelegte Baufirma wieder zu eröffnen und aufzubauen. Die seinerzeitige Material- und Werkzeugbeschaffung sowie das Finden geeigneter Führungskräfte waren fast unlösbare Probleme. Das knappe Geld nach der Währungsreform brachte weiter Schwierigkeiten. Die aus Krieg und Gefangenschaft heimkehrenden Mitarbeiter unterstützten sie tatkräftig.

Der Leistung dieser Frau verdanken wir sehr viel. 1950 heiratete sie nochmals und konnte sich danach teilweise zur Ruhe setzen und die Entwicklung der Firma in den Sechzigerjahren mitverfolgen. 
BAUGESCHÄFT RAAB KG

von 1950 bis 1957

Leitung: Alois Haupt

Alois Haupt 1907-1966

Maurermeister Alois Haupt aus Dörfleins trat 1950 in unser Baugeschäft ein. Er heiratete die verwitwete Maria Raab als ihr zweiter Gatte. Als einheimischer Meister fand er sich sehr leicht und schnell zurecht, war bei unserer Kundschaft und unseren Mitarbeitern anerkannt und beliebt.

Viele Facharbeiter und Poliere sind durch seine gründliche Schule gegangen. Seine Dörfleinser Kundschaft brachte er in seinen neuen Wirkungskreis mit ein, sie blieb ihm treu – viele Häuser entstanden in Dörfleins unter seiner Planung und Leitung. Er erkannte auch die technische Entwicklung, die der Wiederaufbau in den 50er Jahren überall mit sich brachte, so dass er die ersten Maschinen anschaffte, ein erster Kran und Lastkraftwagen sollten die Arbeit erleichtern und rationalisieren. Inmitten seines von Erfolg belohnten Schaffens, starb er als 58-Jähriger viel zu früh. 
BAUGESCHÄFT RAAB KG

von 1958 bis 1961
Leitung: Alois Haupt, Hans Raab

Hans Raab geb. 1932

Hans Raab wurde 1932 als ältester Sohn von den Eltern zum Erben des Geschäftes bestimmt. Er wurde von vornherein zur Leitung einer Baufirma ausgebildet. Nach seiner Schulzeit begeisterte er sich schnell für den Bauberuf und beendete erfolgreich eine Maurerlehre im elterlichen Geschäft. Die eigentlichen Voraussetzungen für die Geschäftsleitung erwarb er sich im Jahre 1957 auf der Baufachschule in Würzburg, die er mit dem Titel eines Maurermeisters verließ.

Danach leitete er fleißig und umsichtig gemeinsam mit seinem Stiefvater das Geschäft, das - bedingt durch die Konjunktur in der Wiederaufbauzeit - kräftig expandierte.
BAUUNTERNEHMEN RAAB OHG

ab 1962
Leitung: Hans Raab, Baptist Raab

Baptist Raab geb. 1934

Baptist Raab wurde im Jahre 1934 geboren. Obwohl zunächst nicht zum Mitinhaber der Firma bestimmt, begann er nach erfolgreichem Abitur an der Oberrealschule in Bamberg mit dem Studium für Bauwesen an der Technischen Universität in München. Bereits als 23-Jähriger legte er ein gutes Examen als Diplomingenieur ab. Zunächst arbeitete er in einem Statikbüro und anschließend zweieinhalb Jahre bei der Staatlichen Bauleitung des Bamberger Hafens. Damit hatte er bereits eine fundierte, praktische Erfahrung erworben, als er sich im Jahre 1962 entschloss, als Teilhaber in das elterliche Baugeschäft einzutreten. Es folgte nun eine kräftige Erweiterung des Personalstandes und des Maschinenparks.

Seiner außergewöhnlichen Energie, verbunden mit Durchsetzungsvermögen und Unternehmergeist, ist es zu verdanken, dass die schwierige Phase des Übergangs vom Handwerksbetrieb zum mittelständischen Bauunternehmen so reibungslos glückte.
BAUUNTERNEHMEN RAAB OHG

von 1962 bis 1991
Leitung: Hans Raab, Baptist Raab

Die ersten 60 Jahre war die Firma nur in unmittelbarer Umgebung von Ebensfeld tätig und fand ihre Beschäftigung im Wohnungsbau und dem landwirtschaftlichen Bauen sowie in Reparaturarbeiten. 

Das Unternehmen entwickelt sich vom ländlichen Maurergeschäft zum mittelständischen Bauunternehmen. Die Mitarbeiterzahl wächst von 30 auf 200. Neue Tätigkeitsbereiche wie Industriebau, Kabel - Kanal - Wasserleitung, Kläranlagen, Straßen und Brücken werden aufgenommen. 

Der Maschinenpark wird ständig den Anforderungen angepasst. Die Vielzahl der Maschinen erfordert eine eigene Reparaturwerkstatt. Die neuen vielfältigen Aufgaben benötigen ein Bauleiterteam und eine kaufmännische Verwaltung.

FIRMENGRUPPE
RAAB GMBH
RAAB OHG
RAAB GMBH IN KÖNIGSEE, THÜRINGEN

von 1991 bis 1996

Leitung: Hans Raab, Baptist Raab, Wolfgang Schubert-Raab,
Gisela Raab, Joachim Raab

Die 4. Generation steigt ein und bringt einen weiteren Entwicklungsschub. Neue Abteilungen, wie Brückensanierung und schlüsselfertiges Bauen, kommen dazu. Infolge der politischen Wende werden in Thüringen und Sachsen größere Bauaufgaben übernommen und in Königsee eine Niederlassung gegründet.

FIRMENGRUPPE
RAAB GMBH & CO KG
RAAB OHG
RAAB GMBH IN KÖNIGSEE, THÜRINGEN

ab 1996

Leitung: Wolfgang Schubert-Raab, Gisela Raab, Joachim Raab

Die 4. Generation übernimmt die Leitung der Firma.

Ein Mitarbeiterstab von ca. 200 Leuten erzielt einen Jahresumsatz von 25 Millionen Euro. Auf die Förderung des Nachwuchses wurde schon immer großen Wert gelegt. Die meisten Führungskräfte erhielten ihre Ausbildung in der eigenen Firma.

Wolfgang Schubert-Raab

Dipl.-Ing. (FH) Bauingenieurwesen
Geschäftsführer der Raab Baugesellschaft
sowie der NL Raab Herzogenaurach

Wolfgang Schubert-Raab
geb. 1958

Wolfgang Schubert-Raab ist verantwortlich für die Abteilungen Tief- und Straßenbau sowie Rohrleitungsbau, Ingenieurbau, Brückenbau und Instandsetzung sowie Personalwesen, Werkstatt und Logistik.

Er ist BII-Ingenieur und bekannt, innovative Ideen in der Bau- und Maschinentechnik umzusetzen.

Wolfgang Schubert-Raab ist Obermeister der Bauinnung Lichtenfels, Vorstand in der Kreishandwerkerschaft Lichtenfels, Präsident der Bayerischen Baugewerbeverbände (BBV / LBB) sowie Sprecher der Landesvereinigung Bauwirtschaft (LVB)

Gisela Raab

Dipl.-Ing. (FH) Bauingenieurwesen
Baubiologin IBN
Baubiol. Energieberaterin IBN
Geschäftsführerin

Gisela Raab geb. 1965

Gisela Raab (geb. 1965), Geschäftsführerin und Gattin von Wolfgang Schubert-Raab, besitzt in vierter Generation den Familienbetrieb zusammen mit ihrem Cousin Joachim Raab. Gisela Raab leitet die Schlüsselfertige Abteilung.

In diesem Bereich hat sie bemerkenswerte Pionierarbeit geleistet. Private Bauherrn sowie Bauherrengruppen, Kommunen und auch gewerbliche Unternehmen finden bei ihr einen kompetenten Partner, wenn es um die Entwicklung von ganzheitlichen ökologischen Projekten geht.

Sie ist Vollversammlungsmitglied der Handwerkskammer für Oberfranken, Kuratoriumsmitglied der Hochschule Coburg sowie Vorstandsmitglied beim Bauen mit IQ. Viele zukunftsweisende Entwicklungen in der Fa. Raab sind ihrem intuitiven Geist entsprungen.

Joachim Raab

Geschäftsführer

Joachim Raab geb. 1965

Über Joachim Raab: Joachim Raab (geb. 1965) ist Geschäftsführer und Mitinhaber der RAAB Baugesellschaft mbH & Co KG. Sein Interesse ist dem Hochbau gewidmet. Hier ist er vorwiegend in der Bauleitung von Hochbauprojekten aktiv.